Archiv für März 2009

Talf

Es soll eine neue Wunderwaffe zur Reanimation des Verbriefungsmarktes geben: “Term Asset-Backed Securities Loan Facility” (Talf).

Bei Talf handelt es sich um ein Darlehenprogramm im Volumen von 200 Mrd. $ für Wertpapiere, die mit Autokrediten, Kreditkartenschulden und Studentenkrediten besichert sind. Es soll insgesamt Kredite in Höhe von 1000 Mrd. $ freisetzen – und die Liquidität auf dem ausgetrockneten Verbriefungsmarkt erhöhen.

Troll: Mythologie und Internet

“Troll” ist die nordische Bezeichnung für Unhold, Riese, Zauberwesen. Der Legende nach handelt es sich um Kreaturen, die sich nur im dunklen Wald und nur in der Nacht bewegten, denn durch den direkten Kontakt mit der Sonne konnte ihre Haut Risse bekommen und sie konnten zu Stein verwandelt werden.

Im Internet wird ein Autor als Troll bezeichnet, dessen Beitrag nicht zu dem Thema beiträgt, sondern der vor allem das Ziel hat, weitere Reaktionen hervorzurufen, ohne am eigentlichen Thema interessiert zu sein.

Nicht jugendfrei

Q: What happens to your body as you age?

A: When you get old, so do your bowels and you get intercontinental.

Evolutionsresistenz

Britische Forscher haben untersucht, welche Wörter die ältesten der englischen Sprache sind und welche Wörter vom Aussterben bedroht sind. Demnach gehört „ich“ zu den ältesten Wörtern, während „dirty“ bald in Vergessenheit geraten wird.

Könnten wir uns also mit einem Steinzeitmenschen verständigen? Es würde schon halbwegs gehen, meint Mark Pagel, Evolutionsbiologe der University of Reading, der die Entwicklung der Sprache(n) so interpretiert wie die der Lebewesen. Denn manche Wörter wandeln sich langsam, vor allem häufig gebrauchte „I, who, we, one, two, three“ sind „resistent gegen Evolution“, sie sind zugleich „die ältesten Wörter“, sind „mindestens 15.000 bis 20.000 Jahre alt“ und haben „damals zumindest ähnlich geklungen“.

Was wohl vom Internetvokabular überleben wird?

Snacklish

Für die neue Kampagne von Snickers haben die Reklamemacher über Wortspiele nachgedacht. Die Kampagne ist sehr einfach: es wurden alltägliche Wörter mit Begriffen rund um Snickers verfremdet.

Die dabei entstandene Sprache nennt sich “Snacklish“. Die Kampagne dreht sich um Branding und den Markennamen Snickers. Man nehme das Wort Taxi, und im Zusammenhang mit Snickers wird das dann Snaxi. Die Kampagne hat den Vorteil, dass sie problemlos eingedeutscht werden kann. :-)

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Christine Holtz-Stosch ist Geschäftsführerin der Holtz-Stosch GmbH.

Holtz-Stosch GmbH - Fachübersetzungen

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